Am Ufer des Wandels LORETA SCHILLOCK Softcover

14,90 

Im „Epilog“ dieses Gedichtbandes schildert der Großvater der Autorin eine versunkene Welt. Von seiner Gegenwelt in Edirne erzählt er seiner Enkelin flüsternd, denn niemand darf davon erfahren, dorthin flüchten sie gemeinsam. Die Enkelin verlässt Albanien, ihre erste Heimat und findet eine zweite Heimat in Gerlingen bei Stuttgart. Hier entstehen Gedichte, in der die Gegenwelt wieder aufleuchtet und sich behauptet. Das Alltägliche, die überpräsente Mit- und Umwelt, das Allzumenschliche, die permanente Beschleunigung, die fehlende Stille, die ausbleibenden Gespräche rufen wortkarge Verse hervor: umsichtige Nähe, beschwiegener Verlust, kaum wahrnehmbare Hoffnung.

Verse, die sich gegen die „Mechanik des Alltags“ stemmen, Verse, die berühren, bevor man sie zu Ende gelesen hat. Erreichen diese Worte jemanden? Hört überhaupt jemand zu? Wird jemand antworten? Oder darf niemand von ihnen erfahren? Diese verhaltene Stimmung durchzieht alle Gedichte. Kaum merklich rufen sie bezeichnende Momente hervor, ebenso wie die Wendepunkte eines Lebens, die niemand zu bemerken scheint. Flüsternde Gedichte sind entstanden. Sie sprechen für die Autorin, der niemand mehr zuhört, in wenigen schlichten Worten, die lange nachhallen. Die Gegenwelt dieser Lyrik entsteht immer wieder neu, wenn diese Gedichte wieder und wieder gelesen werden, mitten im Schweigen der Welt.

DR. JOHANNES CZAJA

 

 

 

Albanisch-Deutscher Gedichtband

Gewicht 0,185 kg
Größe 14,8 × 1 × 21 cm

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